Welche Wirkung hat der junior.challenger® auf unsere Umwelt und welchen Beitrag kann er leisten um sie zu schützen?

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Anfang des Jahres beschlossen wir, uns zusätzlich zur Gemeinwohlbilanz auch mit unserer CO2Bilanz auseinanderzusetzen. Für uns der logische Weg – nach der ganzheitlichen Sicht der Gemeinwohlökonomie – nun im Detail unseren ökologischen Impact zu betrachten. Dabei steht zuallererst das Sammeln von Zahlen und Daten, die dann in verschiedene Kategorien sortiert werden und am Ende eine Bilanz der Unternehmensemissionen ergeben. Wenn Sie mehr über unsere erste Unternehmens- CO2-Bilanz erfahren wollen lest hier weiter. 

Die schwierigste Kategorie der CO2-Bilanzierung sind die Scope 3 Emissionen. Das sind die Emissionen, die in der Wertschöpfung vor oder hinter den Unternehmensgrenzen liegen. Alle Produkte und Dienstleistungen, die eingekauft werden, aber auch alle Emissionen, die durch Nutzung und Entsorgung der eigenen Produkte entstehen. Natürlich hat eine Firma auf diese Emissionen nicht so viel Einfluss, wie auf alles, was an Emissionen direkt im Unternehmen entsteht Dennoch gilt es auch hier immer mehr darauf zu achten, woher beziehe ich meine Produkte (Lieferketten) als auch schon in der Produktentwicklung mitzudenken, wie werden meine Produkte genutzt und was passiert am Ende eines Produktlebenszyklus (Kreislaufwirtschaft). 

Aktuell ist das Berichten der Scope 3 Emissionen im Rahmen des Green House Gas Protokolls freiwillig. Durch die neuen CSRD-Richtlinien wird das jedoch verpflichtend.  

Das Wissen über die Höhe der Emissionen, die durch die eigenen Dienstleistungen und Produkte entstehen, kombiniert mit Reduktionsstrategien wird so zum Wettbewerbsvorteil im Vertrieb. 

Welche Emissionen hat eine Dienstleistung?

Im Gegensatz zu physischen Produkten, ist es etwas komplizierter, die Emissionen von nicht-physischen Produkten zu berechnen. Um in der Komplexität Struktur zu schaffen, kommt es auf klare Grenzen und Transparenz bei den Daten, Annahmen und der Berechnungsmethodik an 

Da es vor allem im Dienstleistungssektor, wenig Vorbilder bzw. Vergleiche gibt haben wir uns für die Bilanzierung des junior.challenger® Programms (j.c.) an der Bilanzierung von Veranstaltungen orientiert. Hierfür gibt es vom Umweltbundesamt in Kooperation mit KlimAktiv einen kostenfreien Rechner. Zur Berechnung wurden alle Trainingstage des Programms als einzelne Veranstaltungstage gewertet.  

Als Grenzen der Berechnung wurde der Strom- und Wärmebedarf der Trainingsräume, die An- und Abreise, die Übernachtungen und der Energieverbrauch bei virtuellen Trainings durch durchschnittlichen Datenvolumens für Videokonferenzen und Strombedarfs für Laptop, Bildschirm, Router und Internetnutzung gesetzt.

Aufgrund von fehlenden Daten mussten wir bei einigen Bereichen mit Schätzwerten bzw. Annahmen arbeiten. Ebenso können wir nicht die Emissionen jeder einzelnen Person berechnen, sondern berechnen über die Gesamtemissionen einen Durchschnitt.

 Annahmen:

  • Alle externen Büros 50qm und voll klimatisiert 
  • upDATE Büro in Nürnberg 100qm nur beheizt 
  • Fahrtstrecken (gesamt Hin-und Rückweg) zw. 200-500km pro Person mit dem PKW 
  • 1 Übernachtung im Hotel pro Modul in Präsenz (2 Trainingstage) 

Grundlage der Berechnung für das Jahr 2022 waren 6 Staffeln. In Summe 44 Module (inkl. Kickoffs, Boxenstopps und Abschlusspräsentationen), davon 29 virtuell und 15 in Präsenz. Insgesamt 54 Teilnehmende.

In Kombination aus diesen Werten und Annahmen, hat das j.c. in den definierten Grenzen im Jahr 2022 23,76 Tonnen CO2e emittiert. 

Heruntergerechnet pro Teilnehmer: in sind das ca. 440 kg CO2e. 

juniorchallenger Nachhaltigkeit Liste

 Datenquellen:  

1 Strom: GEG 2020, KlimAktiv-Berechnung auf Basis UBA 2022, Bundesnetzagentur 2021, GEMIS 5.0 und Stromkennzeichnung nach EnWG §42, Zeitbezug 2021 (BDEW 2022)
1 Wärme: GEG 2020, Monitoring-Verordnung 2021-2030, DEHST 2021, KlimAktiv-Berechnung 2022 auf Basis von UBA-CC 43/2022 und GEMIS 5.0 

2 ifeu 2022: TREMOD 6.23, Zeitbezug 2020 

3 KlimAktiv auf Basis des durchschnittlichen Datenvolumens für Videokonferenzen und Strombedarfs für Laptop, Bildschirm, Router und Internetnutzung (Quellen: UBA 94/2021 Green Cloud Computing und …ko-Institut – Digitaler CO2-Fußabdruck Juli 2020. Stromfaktor: KlimAktiv-Berechnung auf Basis UBA 2022, Bundesnetzagentur 2022, GEMIS 5.0 und Stromkennzeichnung nach EnWG §42, Zeitbezug 2021 (BDEW 2022) 

4 Hotel Sustainability Benchmarking Index 2021, Zeitbezug 2019 

Wo können wir reduzieren?

Den größten Anteil an diesen Emissionen hat die Mobilität. Insgesamt verursacht diese 20,995 t CO2e nur durch die An- &Abreise zu den Präsenzterminen. Dadurch liegt hier auch das größte Einsparpotential. Die ersten Schritte sind auch schon gemacht. Zu Beginn des Jahres haben wir dank unserer technischen Möglichkeiten durch Webex, einige Module auf virtuelle oder hybride Formate in Kombination mit E-Learnings umgestellt. Dadurch wird die Anzahl der Präsenztermine gesenkt und somit Emissionen. Uns ist aber auch bewusst, dass bei komplett virtuellen Staffeln, wie in den Pandemiejahren die persönliche Bindung der Gruppe verloren geht. Darum halten wir an einzelnen Präsenzterminen fest, achten dabei aber auch heute schon darauf, Trainingsräume zu wählen, die gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden sind, so dass eine klimafreundliche Anreise möglich ist. 

Wo wollen wir kompensieren?

Um dennoch den entstandenen Fußabdruck auszugleichen, gibt es ab 2024 die Möglichkeit, die Emissionen der Teilnahme am j.c. direkt über uns zu kompensieren.  

Das Minimum der Klimaneutralität gibt es über eine Kompensation von 500 Kilogramm für einen Aufpreis von 30 Euro. Klimapositivität über eine Kompensation von 1 Tonne für 50 Euro. 

Bei der Kompensation haben wir uns für zwei Projekte entschieden, über die wir jeweils die Hälfte der Emissionen kompensieren. Die Firma fortommorow hat sich zum Ziel gesetzt, den europäischen Emissionshandel zu verknappen. Dafür werden Emissionsrechte gekauft, die so nicht von bspw. Kohlekraftwerken erworben werden können. Gleichzeitig werden Wälder in Deutschland aufgeforstet. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, hier. 

Die andere Hälfte kompensieren wir über ein Windkraftprojekt in Indien. Nach Recherche über das Forschungsprojekt Drawdown, zeigten sich Windkraftprojekte auf Land als größter Hebel die Klimaziele von Paris zu erreichen. Ausgewählt haben schließlich ein Projekt, dass nachdem Gold Standard zertifiziert ist. 

Sowohl die Berechnungsmethodik als auch die Auswahl der Projekte sind ein erster Schritt. Wir möchten 2024 noch besser verstehen, wie wir unseren Beitrag zu weniger CO2 Emissionen leisten können und werden auch am Ende des Jahres die Auswahl der Kompensationsprojekte reevaluieren. 

Fußabdruck ausgleichen & Handabdruck vergrößern

Den Fußabdruck, also die negativen Folgen zu kennen und auszugleichen ist wichtig und ein erster Schritt. Auf der anderen Seite haben wir uns die Frage gestellt, wie wir die aktive Wirkung des Programms, den Handabdruck und somit die positiven Folgen des junior.challenger® vergrößern können. 

Antwort darauf ist die Befähigung der Teilnehmenden Nachhaltigkeit als Innovationstreiber zu sehen und zu nutzen. Dafür haben wir das Modul 6 zu „Sustainable Consultative Selling“ erweitert. Am zweiten Tag lernen die Teilnehmenden welche Rolle die ITBranche im Kontext der Nachhaltigkeit spielt, und welche Chancen und Potentiale sich ergeben, wenn Sustainability als Treiber von Innovation verstanden wird.  

Für alle j.c.-Alumni planen wir die Möglichkeit, diesen extra Tag virtuell nachzuholen.

Wir sind motiviert, unseren Beitrag für eine enkelfähige Zukunft zu leisten. 

Macht euch gemeinsam mit uns auf den Weg und werdet Teil der ersten Staffel 2024. 

junior.challenger® Nachhaltigkeit

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